Datum | Ereignis |
20. März 1884 | Gründungssitzung im Gasthaus „zum Adler“ Der damalige Amtsrichter Dr. Hick schart einige Boxberger um sich, mit dem Ziel der Verschönerung ihres Heimatstädtchens. Alle 20 Anwesenden tragen sich als Mitglieder ein Das Ergebnis ist der „Verschönerungsverein Boxberg“ Ein Projekt ist es beispielsweise, Sitzbänke an aussichtsreichen Plätzen in der Umgebung aufzustellen |
1905 | Auf einer Vereinssitzung wird der Verein offiziell in „Alt-Boxberg“ umbenannt. Durch die Namensänderung erhofft man sich, da man nun als Heimatverein tätig und somit die Heimatgeschichte deutlicher als bisher zum Ausdruck bringt, eine bessere Unterstützung von Stadtgemeinde und Staat |
| Die Aufgaben des Vereins wurden wie folgt umrissen: „Sorge zu tragen, dass die noch erhaltenen Überreste der Burgruine wieder ausgebessert und der Zukunft erhalten bleiben. Auch für die Erhaltung der noch vorhandenen Teil der alten Stadtwehr (Stadtmauer und Turmreste) soll nach Möglichkeit Sorge getragen werden, ebenso wie man darauf bedacht sein wird, dass die zerstreut an einzelnen Gebäuden der Stadt befindlichen einigermaßen wertvollen Architekturstücke von der alten Burg dem Verein zugeführt werden. Diese, sowie auch sonstige Altertumsgegenstände, sollen dann in einem zu diesem Zweck hergerichteten Turm oder Kellerraum auf der Burgruine als Altertumssammlung untergebracht werden. Schließlich soll mit der Zeit auch noch eine Sammlung von Schriften veranstaltet werden, die sich auf die Geschichte Boxbergs und seiner Umgebung beziehen. Auch sollen alljährlich wenn möglich einige Vorträge die Mitglieder über die Geschichte der Gegend unterrichten.“ |
1908 | Beschließung der Gründung der Altertumssammlung |
11. Juli 1910 | In einer Hauptversammlung wird der Name des Vereins in „Verschönerungsverein Alt-Boxberg“ geändert |
31. Juli 1910 | Auf der Hauptversammlung werden Aufgaben und Ziele des Vereins genannt: „Der Verschönerungsverein Alt-Boxberg will in erster Linie zur Verschönerung der Stadt Boxberg und ihrer nächsten Umgebung beitragen. Er will die Errichtung eines Aussichtsturmes auf dem Schlosse betreiben. Die Geschichte der Stadt und des Bezirks Boxberg will er pflegen und die Altertümer, die für die hiesige Gegend Bedeutung haben, sammeln oder erwerben. Das besondere Augenmerk des Vereins richtet sich auf die Ausbesserung und Erhaltung der noch vorhandenen Reste der Burgruine und der alten Stadtwehr.“ |
1911 | Raumprobleme des Heimatvereins: In dem Dachgeschoss der Boxberger Turn- und Festhalle befand sich eine Altertumssammlung. Hier wurde die Sammlung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Der Platz erwies sich schnell als zu klein und so wurde die Sammlung in das Boxberger Rathaus verfrachtet Durch Wohnungsnot kam es dazu, dass man die Sammlung mit Gewalt und gegen den Willen des Vereins in Räume eines der Gemeinde zugehöriges Hauses brachte Nach Umbau der Volksschule in eine Kreiswinterschule wurde die Sammlung des Vereins mit Erlaubnis des Gemeinderates zurück ins Boxberger Rathaus gebracht |
1930 | In den Ruinen des Schlosses finden die vom Heimatverein veranstalteten „Heimatspiele“ statt. |
1932 | Der Heimatverein gestaltet den „alten Friedhof“ am Bezirkskrankenhaus in eine öffentliche Einrichtung um. Der Verein versucht somit den durch verschiedene Projekte der Stadt gefährdeten Friedhof zu erhalten |
11. Juli 1932 | Tausendjahrfeier der Burg Boxberg ortspolizeiliche Vorschrift zum Schutz der Anlagen (Schloss und alter Friedhof) wird vom Heimatverein ausgearbeitet und schließlich von der Gemeinde erlassen Verein veranstaltet Photowettbewerb für Amateurfotographen zur Gewinnung guter Originalaufnahmen von Boxberg |
Sommer 1932 | Wertvolle Überreste der romanischen Kirche in Wölchingen werden vom Verein in die Krypta der Kirche gebracht |
9. November 1933 | Vorstandssitzung beschließt vorläufige Änderung des Vereinsnamens in „Heimatverein Alt-Boxberg“ |
Kriegsjahre 1939 bis 1945 | Der Weltkrieg geht auch an Boxberg nicht spurlos vorüber. Eisenbahntransportzüge sind oftmals Angriffsziel der Tiefflieger. Besonderer Schaden entsteht durch den Abwurf einer Luftmine auf den Kirchberg |
Nach 1945 | Das Heimatmuseum erleidet Verluste, wie zum Beispiel das Verlorengehen der Münzsammlung (bei Kampfhandlungen des 31. März) |
25. März 1949 | Der Verein tritt mit einer Mitgliederversammlung erstmals nach dem Krieg wieder in die Öffentlichkeit |
Ende 1949 | Fränkische Nachrichten verfassen Artikel über Umzug des Heimatmuseums „Aus der Dunkelkammer des Rathauses in die neuen, lichten Räumlichkeiten“ |
8. Januar 1950 | Widerverleihung der Stadtrechte und Besichtung des Heimatmuseums nach der schnellen Neueinrichtung |
18. – 21. Mai 1950 | Boxberger Maimesse, Das Museum wird der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Es wurden ~600 Besucher verzeichnet |
September 1974 | Bei einer Sitzung des Vereins wird beschlossen, dass das Museum im alten Boxberger Rathaus untergebracht werden soll.
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Frühjahr 1975 | Beginn der Umbauarbeiten |
Mai 1981 | Wiedereröffnung des Heimatmuseums im alten Rathaus Boxbergs |
31. März – 1. April 1984 | 100-Jahrfeier des Heimatvereins |